Kunsthochschule Kassel
HOW BLUE THE SKY IS
Juejun Chen verschränkt in ihrem die Sehgewohnheiten herausfordernden Kurzfilm dokumentarische Elemente mit experimentellen Formen. Geleitet von einer Erzählstimme aus dem Off konfrontiert sie die Zuschauenden mit dem Rückblick in eine von Waffengewalt geprägte Vergangenheit und deren Konsequenzen für die Gegenwart. Zwischen der deutschen Stadt Kassel und dem chinesischen Chongqing schlägt Chen eine Brücke der Erinnerung, an deren Pfeilern sie Warnung und Weckruf zugleich befestigt: Was beide Orte verbindet, macht auch vor unserer Zukunft nicht halt. Sukzessive eskaliert HOW BLUE THE SKY IS zu einem audiovisuellen Schauergedicht, das noch lange nachhallt: „As long as these weapon factories are still there, we will never have peace."
Vanessa Lerch
Juejun Chen
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